Feb. 13

Viermal Silber für Vorarlberg – Müller und Steu glänzen bei Olympia 2026

Bludenz (al). Die Olympischen Winterspiele 2026 in Cortina d’Ampezzo werden aus Vorarlberger Sicht unvergesslich bleiben. Mit insgesamt vier Silbermedaillen unter maßgeblicher Beteiligung von Athleten des Vorarlberger Rodelverbandes setzte der VRV ein starkes sportliches Ausrufezeichen auf der größten Bühne des Wintersports.

Den Auftakt machte Jonas Müller im Einsitzer. Über vier Läufe hinweg zeigte er beeindruckende Konstanz, starke Startzeiten und höchste Präzision in den entscheidenden Bahnpassagen. Bereits früh zeichnete sich ab, dass er um die Medaillen mitfahren würde. Am Ende stand verdient die Silbermedaille – ein historischer Moment für den Vorarlberger und ein klares Zeichen seiner internationalen Klasse. Mit diesem Erfolg bestätigte Müller seine Entwicklung der vergangenen Jahre.

Nur wenige Tage später zog Thomas Steu im Doppelsitzer nach. Gemeinsam mit seinem Partner Wolfgang Kindl zeigte er zwei technisch hochklassige Läufe. In einem Rennen, in dem minimale Zeitunterschiede über die Podestplätze entschieden, bewahrte das Duo Nervenstärke und setzte sich souverän im Spitzenfeld fest. Nach dem Rennen zeigte sich Steu kämpferisch und selbstbewusst: „Der Zug hat keine Bremsen.“

Gefragt nach den Feierlichkeiten blieb der Fokus klar, denn am darauffolgenden Tag stand bereits die Team-Staffel auf dem Programm. Mit einem Augenzwinkern meinte Steu: „Reguliert eskaliert.“ Freude ja – aber mit Konzentration auf die nächste Aufgabe.

Diese Konzentration zahlte sich aus. In der Team-Staffel holte das österreichische Team mit maßgeblicher Beteiligung von Jonas Müller und Thomas Steu erneut Silber. Beide bewiesen dabei nicht nur ihre individuelle Klasse, sondern auch ihre Teamstärke. Nach dem zweiten Podestplatz brachte Steu die Bedeutung des Moments auf seine eigene Art auf den Punkt: „Reden ist Schweigen, Silber ist Gold.

Für den Vorarlberger Rodelverband bedeuten diese vier Silbermedaillen weit mehr als sportliche Erfolge. Sie stehen für konsequente Nachwuchsarbeit, professionelle Trainingsstrukturen und jahrelange Aufbauarbeit im Verband und in den Vereinen. Besonders für die jungen Athletinnen und Athleten im Eiskanal Bludenz sind solche Leistungen eine enorme Motivation. Sie sehen, dass der Weg von den ersten Trainingsfahrten bis zum olympischen Podest möglich ist.

Olympia 2026 hat gezeigt: Der Vorarlberger Rodelsport gehört zur internationalen Spitze. Und mit Athleten wie Jonas Müller und Thomas Steu fährt der VRV auch in Zukunft ganz vorne mit.

 

Fotos: © FIL/Michael Kristen & SSV Bludenz